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Der Mensch im Horoskop

Edeltraud Lukas Moeller

Der Mensch im Horoskop © 2003 Edeltraud Lukas Möller, Eigenverlag

Leseprobe aus dem 1.Kapitel

 

Vom Land Kaldu

Alles  begann im Land Kaldu, dem antiken Chaldaea, im Süden der Siedlung <arah-ki>, die sich später, im Laufe der Jahrtausende, zu einer großen und mächtigen Stadt entwickelte, die als Babylon in die Geschichte einging.

Arah-ki heißt: der Mondtempel, und dort, in einem Mondtempel, soll eine Priestergruppe, die vielleicht dem Volk der Meder angehörte, die Idee entwickelt haben, ein Rechnungssystem zu schaffen, das ermöglichte, Sternbewegungen zu berechnen und Listen der Positionsänderungen von Sternen aufzustellen. Als die ersten Listen fertig waren und die Priester entdeckten, dass Sterne sich zyklisch bewegen – begannen sie, Notizen von Ereignissen zu sammeln, die Menschen, innerhalb der Sternzyklen, betroffen hatten. Von da bis zur Erkenntnis, dass sich alle Ereignisse auf Erden im Rhythmus der Sternzyklen  wiederholen  k ö n n e n – mag ein kurzer oder ein langer Zeitschritt gewesen sein – jedenfalls war die Erkenntnis mit unendlichem Erstaunen verbunden, wie Legenden berichten, die Ägypter, tausende von Jahren später, in ihrer   Hieroglyphe <pet>  darstellten. Nochmals später, viel, viel später, übersetzten die Griechen diese Hieroglyphe <pet> schlicht in „Astrologie“.  .

 Nun fragen wir uns, wie Priester, vielleicht der Meder, die vor vielen tausend Jahren als Nomaden im Land Kaldu lebten, in Zelten hockend Sterne berechnen und Listen aufstellen konnten.....Die Antwort wird eine Legende gegeben haben, die von Ägyptern in der Hieroglyphe <apt> rekonstruiert worden ist.

„<apt>? Das heißt Haufenrechnung = Algebra“, übersetzten die Griechen kühl. Während doch die Ägypter die wiedergefundene Wirklichkeit der rekonstruierten Legende in einem ehrfürchtigen  Begriffskomplexe beschrieben hatten:

Der Mensch, der die Regeln des Himmels so lange studiert, bis er sie begriffen hat, fügt seiner Seele eine neue Stimme hinzu, die Stimme der Weisheit wird, die ihn einhalten lässt, weil sie alles verändert.  

Bemerkenswert ist, dass die Hieroglyphen <pet> und <apt> in den gleichen Ideogrammen dargestellt wurden. Damit wollten die Priester in Ägypten sicherlich den Zusammenhang zwischen Astrologie und Algebra betonen. Etwa-

„Astrologie konnte erfunden werden– weil man in Kaldu die Algebra kannte“ oder auch:  

„Algebra ist ein Nebenprodukt der Wissenschaft um Sterne“.

Nun, in den Weiten des Landes Kaldu lebten einst mehrere Volksstämme nebeneinander.  Auch ein aramäischer Volksstamm, mit einer Priesterkongregation, die sich <Chaldaia> nannte, lebte dort. Die Chaldaia waren geschäftstüchtige Händler. Während sich die Meder mit Weisheit labten, wuchs unter Chaldaia-Obhut die Siedlung arah-ki in einigen hundert Jahren zur bedeutenden Stadt ka-an-ra heran: „Ka-an-ra, die Pforte Gottes“, nannten sie die Chaldaia-Priester.  Im Verlaufe der Zeiten dann, um 2000 v.Chr etwa, wurde ka-an-ra in  bab-ilu umbenannt – und schließlich, rund 1000 Jahre später, als um 700 v.Chr, die Chaldaia auch die weltliche Herrschaft über das Land Kaldu antraten, wurde aus bab-ilu das weltbekannte Babylon.   

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Der Mensch im Horoskop © 2003 Edeltraud Lukas Möller, Eigenverlag

Leseprobe aus dem 2.Kapitel

Gleichzeitigkeit, die Analogie ermöglicht

Astrologie ist nicht zum Auslegen da. Astrologen, die Transite auslegen, so ganz spitzfindig: "Der Uranus steht im Quadrat zum Pluto- ei, ei, ei- und auf dem Aszendent sitzt der Saturn- na das ist ja fürchterlich!", geben persönliche Meinungen wieder, nicht Astrologie. Ein Planetchen, das mal hier, mal da steht soll wer weiß welche Aufschlüsse ermöglichen? Leute, lasst euch von solchem Quatsch nicht  blockieren  und verunsichern.

Im Astrologiesystem werden Zyklen verglichen, das sind astrologische Zeiteinheiten. Da auch der Mensch/Planet Erde (auf seinem Planeten Erde) als Zeiteinheit verstanden wird,  ergibt sich eine Gleichzeitigkeit [2] zwischen Himmelsdynamiken und Dynamiken des Menschen/Planet Erde,  die ermöglicht, Probleme/Dynamiken des Menschen/Planet Erde in Analogie, im Vergleich, zu Himmelsdynamiken wiederzuerkennen. 

Die Datenbank der Astrologie: Im Sinne der Wiedererkennung kann das Astrologiesystem, dank der genialen Verwendung zyklischer Zeiteinheiten, als Datenbank arbeiten. 

 Gespeichert  sind in der Datenbank Erfahrungen und Kenntnisse bezüglich der  Probleme/Dynamiken des Menschen/Planet Erde.   A b g e r u f e n werden die gespeicherten Kenntnisse in Analogie zu Himmelsdynamiken. Die T i e r k r e i s  verborgen, im System seiner 12 Abschnitte und ihrer Kennzeichen, und seiner 12 Häuser.

 

Der Mensch im Horoskop © 2003 Edeltraud Lukas Möller, Eigenverlag

Leseprobe aus dem 3.Kapitel

Das Astrologische Jahr.

Im Astrologiesystem ist der Mensch/Planet Erde  Zeitelement von Progressionen-, und die Hauptaufgabe des Astrologen besteht darin, die individuellen Progressionen innerhalb der wechselnden Relation zu verfolgen,  die sich zwischen dem Menschen/Planet Erde und seiner Sonne entwickeln, während der Mensch um seine Sonne kreist - mit der er ständig kommunizieren muss, denn SEINE SONNE ist SEIN LEBEN.

Schön und gut- der Mensch ist Zeit-Element von Progressionen- aber welcher Zeit? Beziehen sich Astrologieregeln, die uns die Ausgaben des Astrologiesystems verstehen lassen, auf <Zeit>, die wir als Uhr/Tages-Zeit und als Kalenderzeit kennen und begreifen?  

Unmöglich- wie hier ja schon mehrfach gesagt wurde. Unser Astrologiesystem samt allen Thesen und Regeln, die vor rund 5000 Jahren aufgestellt wurden, wichtige Teile der Struktur, wie der Zodiak samt Ephemeriden, sollen sogar noch älter sein, es scheint bewiesen, dass sie vor rund 8000 Jahren erdacht worden sind,  hat Epochen überlebt, in denen Uhr/Tages-Zeiten in verschiedenster Weise angegeben wurden, ganz zu schweigen von Kalenderzeiten, die mehrfach kulturgeschichtliche Änderungen erfahren haben,  zu denen historische Varianten der Kalenderjahreszahlen und astronomische Varianten der Zeitzählung kommen. Wenn wir heute sagen: „...vor rund 5000 Jahren..“, dann meinen wir damit einen geschichtlichen Zeitraum, nicht 5000 Kalenderjahre, ordentlich abzählbar von Januar bis Dezember. 

Zwar gibt Richard J.Gillings flott an: „Die Ägypter hatten einen zivilen Kalender von 360+5 Tagen, 360 Arbeitstage + 5 Übergangstage“, aber, selbst wenn das vor <rund 5000 Jahren> so gewesen ist,  nehmen wir das mal an, dann wissen wir damit immer noch nicht, wie wir die Zählbasis des Ägyptischen Kalenders unserm heutigen angliedern könnten. Theorien gibt es da viele!.

Nun, unser Astrologiesystem ist mit allen Thesen und Regeln seit  rund 8000/5000 Jahren komplett funktionell- weil nichts auf ziviler sondern  alles auf astrologischer Zeit berechnet und festgelegt ist. Astrologische Zeit beruht auf dem Astrologischen Jahr.

 

Der Mensch im Horoskop © 2003 Edeltraud Lukas Möller, Eigenverlag

Leseprobe aus dem Kapitel ESOTERIK

Thot, Schutzgott der Menschen und ihrer ethischen Werte

Alles was wir von Astrologie kennen, wurde uns in esoterisch verschnürten Paketen überliefert. So wissen wir, dass nur esoterisch belegbare Regeln und Thesen Originalastrologie sind, auf die man sich verlassen kann...

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Zur esoterischen Darstellung des Begriffs <ethische Werte in Salt-Tabellen>, wählten die Alten Astrologen vier Figuren des Gottes Thot. Mit einer Figur ist er im Zodiak vertreten ist, mit drei Figuren im Tierkreis.

Thot ist ein Gott, der 4 Gestalten hat. Jede Gestalt vertritt ein komplexes Symbolpaket, in dem  Denkschemen der Babylonier und der Ägypter nebeneinander hergehen. Das trifft besonders für den Thot-sti  zu, der, als Zodiak-Gott, seine Domäne im Sternzeichen Schütze hat. Der Thot-sti protegiert die Salt-Jahre - die aber erst beginnen, wenn DER MENSCH seine irdische Lebenszeit antritt und in die schützende Obhut der 3 Thot- Figuren  aufgenommen wird, die zum Tierkreis gehören..

Auf Erden, sozusagen, wird DER MENSCH von einem  

  Gott Thot in Affengestalt empfangen. Das ist wohl die älteste der 4 Thot Figuren. Die Ägypter konstruierten den Thot-Affen nach dem babylonischen Modell des Kingu   der Anfang allen irdischen Lebens ist- denn aus

Kingu- Blut wurde der erste Mensch geformt, wie die babylonische Mythologie erzählt. Auch der ägyptische Thot-Affe stellt den <Anfang allen irdischen Lebens> dar- aber nicht so grob wie der Kingu. Die ägyptischen Götter waren Illustrationen eines Netzwerks, das Priester erdacht hatten, um verunsicherten Menschen Kontaktvisionen zum Universum zu geben - und in diesem Netzwerk ist der Thot-Affe  Metapher  i r d i s c h e r   Z e i t .  Irdische Zeit wurde damals, als man das Astrologiesystem strukturierte, durch Sonnenauf- und Untergänge bestimmt – Ereignisse, die Affen stets mit intensivem Kreischen begleiten. Deshalb gaben die Priester der Thotfigur, die symbolisch irdische Lebenszeit vertritt, Affengestalt. Sie verdeutlicht, im Sinne alter Zeitangaben, den Anfang des Lebens als <Aufgang> und das Ende irdischen Lebens als <Untergang>.......


11.08.2003  letzte Änderung 09/07/04  lukas@astrologiaegiziana.com